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Sportlich und entspannt auf vier Rollen.

Du hast es nicht weit zur Arbeit? Du bist viel unterwegs und möchtest noch mobiler und flexibler sein? Oder willst du einfach mal was Neues ausprobieren? Egal, ob zur Arbeit, zu Freunden oder zum Einkaufen: Ein Longboard bringt dich lässig ans Ziel. Und du kannst ganz nebenbei noch Sport in deinen Alltag integrieren.

  • Alternative zum Fahrradfahren oder Laufen
  • gut für deine körperliche und mentale Fitness
  • Muskeltraining inklusive

Der Crashkurs: Longboard fahren für Anfänger.

Auch wenn du ein totaler Neuling auf dem Brett bist und Skater sonst nur aus der Ferne bestaunst, kannst du dich ruhig auf das Longboard trauen. Denn das Brett ist – wie der Name schon vermuten lässt – um einiges länger als ein herkömmliches Skateboard. Und bietet somit mehr Stabilität und Sicherheit. Das Longboard ermöglicht durch den weiten Abstand der Achsen und die breiten Rollen eine ruhigere Lenkung und lässt dich auch ohne große Anstrengungen längere Distanzen zurücklegen. Ein weiterer Vorteil: Beim Longboarden geht es nicht um coole Tricks oder möglichst waghalsige Sprünge. Du kannst also ganz in Ruhe deine Runden drehen und liegst trotzdem voll im Trend.

Unser Tipp:

Wenn du dich als Fahranfänger aufs Board begeben möchtest, solltest du dich vorher in einem professionellen Skateshop beraten lassen. Dort erfährst du mehr über die verschiedenen Longboard-Arten und kannst dir Tipps zum Fahren und Bremsen geben lassen. Auch die richtige Schutzkleidung wie Protektoren und Helm kannst du dort direkt erwerben. Denn die solltest du auf keinen Fall vergessen.

Hilfe bei Rücken- und Gelenkschmerzen.

Bei Sportarten, die gegen Rückenschmerzen und Gelenkbeschwerden helfen, denkt man wahrscheinlich nicht sofort an Longboarden. Doch Dr. Markus Bruckhaus-Walter, Sportmediziner und Experte der KNAPPSCHAFT, klärt auf:

„Longboard fahren führt zum Muskelaufbau in den Beinen und zur Stabilisierung deiner Rumpfmuskulatur. Das sorgt dafür, dass durch eine gestärkte Körpermitte deine Gelenke entlastet werden und dir Rückenschmerzen erspart bleiben.“

Das passiert konkret: Durch die Spannung, die du permanent beim Fahren halten musst, um im Gleichgewicht zu bleiben, stärkst du vor allem deine Rumpfmuskulatur. Zum Fahren musst du leicht in die Hocke gehen und eine Stoßbewegung mit dem Bein ausüben. Ähnlich wie beim Skifahren trainierst du so auch deine Beine und dein Gesäß.

Training auf dem Longboard.

Wer den Trainingseffekt verstärken möchte, kann beim Fahren häufiger das Bein wechseln, um beide Seiten gleich stark zu belasten. Außerdem kannst du tiefer in die Hocke gehen – so ist es fast als würdest du Kniebeugen machen. Dafür solltest du aber schon einige Erfahrung auf dem Brett haben.

Warum Gleichgewicht und Ausdauer so wichtig sind.

Dr. Bruckhaus-Walter erklärt:

„Wie nebenbei verbessert Longboarden deine Ausdauer. Auch deine Koordination und dein Gleichgewichtssinn profitieren vom Board-Sport.“

Dass eine gute Ausdauer auch im Alltag nützlich sein kann, ist dir wahrscheinlich klar: Viele Wege kommen dir plötzlich nicht mehr so lang und anstrengend vor. Der kurze Sprint zum Bus oder zur Bahn wird zum Spaziergang. Doch was hat es eigentlich mit dem Gleichgewicht auf sich? Wir erklären es dir:

1. Starke Muskeln, die besser zusammenarbeiten

Durch regelmäßiges Gleichgewichtstraining trainierst du das Zusammenspiel deiner Muskeln. Da du beim Longboard fahren deinen Gleichgewichtssinn ordentlich beanspruchst, trainierst du also gleichzeitig die sogenannte intermuskuläre Koordination.

2. Schutz vor Verletzungen

Selbstverständlich schützt dich ein gestärkter Gleichgewichtssinn auch vor Verletzungen. Einerseits, weil du in brenzligen Situationen das Gleichgewicht halten kannst und Stürze vermeidest. Andererseits sorgt auch eine gestärkte Muskulatur für eine bessere Abfederung im Falle eines Falles.

3. Mehr Gehirnaktivität

Das Zusammenspiel deiner Muskeln, die Koordination und die Verbindung zwischen Nerven und Muskeln bringen auch deine Gehirnwindungen auf Trab. So wirkt sich Longboardfahren nicht nur positiv auf deine körperliche, sondern auch auf deine mentale Fitness aus.

Das Longboard bringt Bewegung, aber auch Ruhe.

Du merkst also: Aus einem Beförderungsmittel, dass dich von A nach B bringt, kann ganz schnell ein praktisches Fitnessgerät werden. So kannst du spielerisch etwas mehr Sport und Bewegung in deinen Alltag bringen. Und dich fit halten!

Auch für deine Psyche ist das Longboarden ein wahrer Geheimtipp: Auf dem Board kannst du dir den Wind um die Nase wehen lassen, die frische Luft genießen und die Welt an dir vorbeiziehen lassen. Konzentrier dich auf deine Bewegungen und die Fahrtechnik und gönn dir einen Moment Ruhe – ganz für dich allein.