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Radwandern im Ruhrgebiet

Radwandern im Ruhrgebiet
Lesezeit: 4 Minuten

Mehr als einfach nur Radeln.

Natur, Geschichte und Kultur auf dem Rad erleben? Wir zeigen dir wie. Und nehmen das Ruhrgebiet ein bisschen genauer unter die Lupe. Denn der Pott hat viel zu bieten.

  • Wir stellen dir zwei sehenswerte Radwege vor. Egal, ob du dich für ein paar Stunden oder gleich mehrere Tage aufs Rad schwingst.
  • Es geht durch grüne Wiesen, Industriekultur, alte Bauernhöfe, Burgen und Kunstinstallationen.
  • Deine ständigen Wegbegleiter: die Ruhr und die Emscher.

Gesund unterwegs im Pott: auf dem „Guter-Rat-Weg“.

Der „Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club“ (ADFC) hat per Umfrage die zehn beliebtesten Radfernwege aufgespürt. Dabei hat es der RuhrtalRadweg auf Platz 2 geschafft. Er schlängelt sich auf insgesamt 240 Kilometern von Winterberg im Sauerland durch das Ruhrgebiet bis zum Rhein bei Duisburg. Kein anderer Radweg in Deutschland bietet dir auf so engem Raum so viel Abwechslung wie der RuhrtalRadweg. Hier kriegst du: einen Mix aus erholsamer Natur, alten Industriedenkmälern und moderner Hochkultur.

Gemeinsam mit der Ruhr Tourismus GmbH (RTG) haben wir den „Guter-Rat-Weg“ ins Leben gerufen. An seinen zehn Stationen entlang des beliebten RuhrtalRadwegs finden Radfahrer zwischen Witten und Duisburg Info-Tafeln zu den Themen Sport, Ernährung und Risiken in der Natur. So klärt die Station in Essen-Werden zum Beispiel über die Gefahren von Sonnenbrand beim Radeln auf. Und gibt Tipps zum richtigen Schutz der Haut vor der Sonneneinstrahlung. Denn auch bei Wolken können UV-Strahlen deiner Haut gefährlich werden. Die Info-Tafel listet daneben, welche Hautstellen beim Radfahren besonders betroffen sind. Ein paar Kilometer weiter in Essen-Steele lädt dich ein Fitnessgerät zur kleinen Pause und zur Stärkung deiner Rumpfmuskulatur ein.

Tipps für den Guter-Rat-Weg.

Übernachtungs-Tipp:
In Mülheim an der Ruhr wartet das Bauwagenhotel auf erholungsbedürftige Radler. Edel ausgebaute Bauwagen in verschiedenen Größen und Ausstattungen liegen auf dem wunderschön gelegenem Campingplatz Henkel in direkter Wassernähe.

Kulinarischer-Tipp:
Inspiriert von einer Besenwirtschaft wird im Restaurant Seitenblick in Bochum saisonal und frisch gekocht. Im Sommer genießt du hier Mahlzeiten draußen auf der Terrasse.

Kultur-Tipp:
Ein absolutes Muss ist der Landschaftspark Duisburg-Nord. Das stillgelegte Hüttenwerk verbindet Industriekultur, Natur und ein faszinierendes Lichtspektakel zu einer weltweit einmaligen Parklandschaft. Die britische Tageszeitung The Guardian zählt den Landschaftspark zu den zehn besten Stadtparks der Welt.

Vom Abwasserkanal zum Naherholungsgebiet: Der Emscher-Weg.

Kein Weg führt am Landschaftspark Duisburg-Nord vorbei – auch nicht der der Emscher-Weg. Und streng genommen müsste das Ruhrgebiet sogar nach ihm benannt sein. Denn mitten im Pott entspringt die Emscher und schlängelt sich quer durch seine Kernzone. Die Quelle der Emscher liegt in Holzwickede. Von hier aus führt auch der rund 100 Kilometer lange Emscher-Weg über Dortmund, Castrop-Rauxel, Recklinghausen, Herne, Gelsenkirchen, Essen und Oberhausen bis nach Dinslaken. Dort mündet die Emscher in den Rhein.

Noch ist die Emscher in großen Teilen ein offener Abwasserkanal. Aber aus ihr entsteht aktuell wieder ein Flusssystem ohne Abwasserbelastung. Die abwechslungsreiche Fahrradroute wird so zum Naherholungsgebiet entlang des Flusses. Sie eröffnet dir vielseitige Einblicke in die Landschaft und den Prozess des Flussumbaus. Entlang der Strecke findest du Industriebrachen, die sich die Natur zurückerobert, historische Parks, zahlreiche Kunstwerke, wassertechnische Anlagen und auch Halden zum Hinauffahren. Der Ausblick auf das Ruhrgebiet lohnt sich!

Tipps für den Emscher-Radweg.

Übernachtungs-Tipp:
Wer Lust auf etwas Besonderes hat, sollte im Parkhotel BernePark in Bottrop übernachten. Hier schläft man in Betonröhren, die mit drei Metern Länge und 2,4 Metern Durchmesser auch für große Menschen komfortabel sind. Durch ein Bullauge blickst du direkt in den Himmel.

Kulinarischer-Tipp:
Leckeres Essen und viel zu sehen gibt es in Dortmund im Haus Rodenberg. Die barocke Wasserburg am Ufer der Emscher in Dortmund-Aplerbeck wurde in den 90er-Jahren restauriert und wiederhergestellt. Heute findest du dort ein Restaurant und Seminarräume der Volkshochschule.

Kultur-Tipp:
Der Frankfurter Architekt und Künstler Tobias Rehberger hat eine Fußgängerbrücke über dem Rhein-Herne-Kanal für die EMSCHERKUNST.2010  entworfen. Die spiralförmige Brücke mit dem Namen „Slinky Springs to Fame“ ist angelehnt an ein beliebtes amerikanisches Spielzeug, die Regenbogenspirale. In ihrer Konstruktion ist sie einzigartig: Leicht, wild und unregelmäßig führt vom Oberhausener Kaisergarten auf das Gelände des Stadtsportbundes.

Picknick, geführte Radtouren und Workshops entlang der Emscher.

Gemeinsam mit der EMSCHERGENOSSENSCHAFT/LIPPEVERBAND bieten wir dir viele Aktivitäten am Emscher-Weg, die zum Radeln, Entspannen und Essen einladen. Dazu zählen geführte „Glücksradtouren“, Workshops im Gesundheits- und Ernährungsgarten und das Emscherpicknick. Die Premiere des Picknicks ist am 25. August 2019 am Hof Emschertal in Castrop-Rauxel.

Ein Highlight für alle Achtsamkeits-Fans ist die Verlosung unserer drei Glücksradtouren, die der Psychologe Nikolai Wystrychowski begleitet. Die Verlosungen finden ab dem 17. Juni in regelmäßigen Abständen auf unserer Facebook-Seite statt.

1 Kommentar

  1. fritz

    Einen sehr schönen und interessanten Bericht. Das Aquarius und der Wasserbahnhof sind auch noch interessante Punkte

    Antworten

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