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Skurrile Reisepannen

Skurrile Reisepannen
Lesezeit: 6 Minuten

Im Urlaub läuft nicht immer alles nach Plan.

Entspannung, Ruhe, neue Eindrücke und eine Pause vom stressigen Alltag – genau das erhoffen sich wohl die meisten Urlauber von ihrer perfekten Reise. Doch nicht immer läuft alles nach Plan. Mal spielt das Schicksal nicht mit, mal sind es selbstverschuldete Missgeschicke, die das Urlaubsvergnügen für kurze Zeit trüben.
Davon kann auch Katharina Furiano, Reiseexpertin der KNAPPSCHAFT, ein Lied singen.
Sie hat ihre skurrilsten Reisepannen für dich zusammengefasst.

 

 

  • ohne Kreditkarte im Ausland 
  • mit Lebensmittelvergiftung an Bord
  • Allergiefalle im Urlaub
  • Zutritt zum Flughafen verweigert
  • Autopanne im Nirgendwo

Katharina Furiano

Sozialversicherungsfachangestellte
bei der KNAPPSCHAFT und
Reisebloggerin mit eigenem Blog

Ungewollter Low-Budget-Urlaub: Die Kreditkarten-Panne.

In Zeiten von Kartenzahlung, Apple Pay und PayPal vertrauen wir meist blind auf die Funktionstüchtigkeit unserer Kreditkarten. Doch das kann auch nach hinten losgehen – wie mein Mann und ich vor einigen Jahren am eigenen Leib erfahren mussten: 

Es war unser letzter Urlaubstag in Honolulu. Wir hatten vorab einen Mietwagen gebucht, um uns Pearl Harbour, Hanauma Bay und Diamond Head anzuschauen. Doch als mein Mann das Auto bezahlen wollte, streikte die Kreditkarte. So standen wir da, frühmorgens am Flughafen, planlos, mit unzähligen Koffern und schlechter Laune. Schließlich beschlossen wir, unsere Koffer schon mal einzuchecken und die öffentlichen Verkehrsmittel zu nutzen. Mit dem Bus und fünf Handgepäckkoffern haben wir es aber nur bis Pearl Harbour geschafft – die anderen beiden Ziele mussten wir leider ausfallen lassen. Damit uns das nicht noch einmal passiert, sichern wir uns nun immer doppelt ab. Und haben für alle Fälle eine Ersatzkarte dabei!

Zutritt zum Flughafen verweigert.

Die wohl aufregendste Rückreise hatten wir in Indien. Auf dem Weg mit dem Taxi zum Flughafen wollte ich noch schnell die Reiseunterlagen sortieren und das Papierchaos beseitigen. Deshalb habe ich – vermeintlich – nicht mehr benötigte Dokumente zerrissen. Doch leider hatten sich unter die alten Tickets und Reiseunterlagen auch die Flugtickets der ganzen Familie gemischt!
Das mag in anderen Ländern kein Problem sein. In Indien war der Zutritt zum Flughafen zu der Zeit aber nur mit gültigem, ausgedruckten Ticket erlaubt. So standen wir also vor verschlossenen Flughafentüren. Nach vielem Hin und Her konnten wir aber glücklicherweise eine Servicestelle finden, wo wir die Tickets neu ausdrucken konnten.
Dank unseres großzügig bemessenen Zeitpuffers erwischten wir den Flieger gerade noch rechtzeitig.

Lebensmittelvergiftung auf den letzten Metern.

Ein Rückflug-Erlebnis der besonderen Art hat auch meine Bekannte Kerstin auf dem Weg von London nach Deutschland erlebt. Kurz vorm Abflug hat sie in einem Restaurant einen Salat gegessen. Eine schlechte Entscheidung, wie sich kurze Zeit später herausstellte. Denn der Salat war wohl doch nicht mehr so frisch, wie er aussah.
Die Folge: Kerstin musste die Rückreise mit einer Lebensmittelvergiftung antreten. Einen entspannten Flug stelle ich mir anders vor.

Was wir alle daraus lernen können? Vorsicht beim Verzehr von Rohkost im Ausland.

Der Schein kann trügen: Die Allergiefalle.

Generell sollte man auf Reisen nicht leichtfertig mit Lebensmitteln umgehen – erst recht nicht, wenn man an einer Allergie leidet. Das fängt schon bei so simplen Dingen wie Cornflakes an.
In Australien zum Beispiel sind die klassischen Maisflocken meist von einer knusprigen Schicht aus Erdnussstückchen überzogen. Das fällt optisch allerdings kaum auf.  Einem Freund unserer Familie wurde genau das zum Verhängnis. Aufgrund seiner Erdnuss-Allergie endete sein Frühstück in Down Under im Krankenhaus. Nach zwei Spritzen und vier Stunden im Krankenbett war wieder alles in Ordnung.
Das Gute an der Geschichte: Kurz vor Reisebeginn hatte er noch eine Auslandskrankenversicherung abgeschlossen, sodass ihm die Krankenhauskosten von stattlichen 1.800 australischen Dollar zurückerstattet wurden.

Autopanne im Nirgendwo.

Eine der ersten Fernreisen führte uns nach Koh Samui. Um all die Schönheiten der Insel entdecken zu können, haben wir uns vor Ort einen Mietwagen ausgeliehen. Dieser war zugegebenermaßen nicht im besten Zustand. Doch man nimmt ja, was man kriegen kann.
Und dann passierte es: Als wir nach einem Ausflug zum Fahrzeug zurückkehrten, sprang das Auto nicht mehr an! Zu unserem Glück kam irgendwann ein Einheimischer vorbei, der uns zur Hilfe eilte. Mit Händen und Füßen erklärten wir unser Anliegen – der Helfer überbrückte die Batterie des Autos schließlich. Seitdem mieten wir Fahrzeuge nur noch aus Deutschland.

Die richtige Reisevorbereitung als Absicherung.

Sollte dir einmal eine ähnliche Reisepanne widerfahren, gilt vor allem eins: Ruhe bewahren!
Dank umfangreicher Versicherungsangebote und dem Internet findest du aus den meisten Situationen schnell einen Ausweg.

Ruf bei einer Erkrankung oder Verletzung im Urlaub einfach unseren Auslandsnotrufservice an. Dort erhältst du zum Beispiel Hilfe bei der Vereinbarung eines Arzttermins. Du erreichst den Service rund um die Uhr unter:

+49621/5490-1757

Der Anruf kostet nur die üblichen Telefongebühren – die Beratung selbst ist kostenfrei.

Tipp: Plan deine Reise so gut und so früh wie möglich. Wie du dabei am besten vorgehst, liest du in unseren Lifehacks und Reisetipps.

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